Stadtratswahlen in Grimma

Ein Grimma für alle: In der Kernstadt und den Ortsteilen

DIE LINKE ist die Partei der sozialen Gerechtigkeit und strebt nach gleichberechtigter Teilhabe aller Menschen am politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Geschehen. Dafür haben wir in der Vergangenheit Verantwortung übernommen und das wollen wir wieder tun. Nachhaltige Politik bedeutet für uns nach den Leitlinien zu handeln: Demokratie, Selbstbestimmung, Gerechtigkeit und ökologische Verantwortung. Das, was machbar ist, hängt nicht zuletzt von den finanziellen Rahmenbedingungen von Landkreis, Freistaat und der Bundesebene ab. Wir bringen uns deshalb auf allen Ebenen ein.

Für eine bürgernahe, transparente und ehrliche Kommunalpolitik

Wir verstehen die Kommune als Grundlage des demokratischen Gemeinwesens. Die Einbeziehung der Bürgerinnen und Bürger in vielen Fragen ist unverzichtbar, oft aber noch unzureichend. Wir streben eine größtmögliche Öffentlichkeit der Beschlüsse des Stadtrates und der Amtshandlungen der Stadtverwaltung an. Wir wehren uns gegen jede Art willkürlicher Entscheidungsfindung im Rathaus. Wir wollen eine breite Einbeziehung der Bürgerinnen und Bürger bei der Umsetzung der Stadtratsbeschlüsse und der Kontrolle der Amtshandlungen. Hinterzimmerpolitik lehnen wir ab. Die Ortschaftsräte sind zu stärken, adäquate Foren zur Meinungsäußerung der Bürgerinnen und Bürger zu schaffen. Wir wollen die Verwendung eines Teils der finanziellen Mittel direkt von den Bürgerinnen und Bürgern durch einen Bürgerhaushalt beschließen lassen.

Für eine ausgewogene wirtschaftliche und soziale Entwicklung

Grimma verfügt als Wirtschaftsstandort über verarbeitendes Gewerbe, Handwerk, Handel, Tourismus und andere Dienstleistungen. Der Weggang qualifizierter junger Menschen, Arbeitslosigkeit und Armut sind weiter Herausforderungen für die Politik. Unser Augenmerk gilt der Sicherung der Existenzbedingungen für Handwerk und verarbeitenden Gewerbe. Wir wollen uns für die Ansiedlung von mittelständischen Unternehmen und die Verbesserung der Infrastruktur einsetzen. Die vollständige Übernahme der Stadtwerke in kommunales Eigentum ist unser Ziel. Wir setzen uns ein für guten Wohnraum zu bezahlbaren Mieten. Gerade altersgerechte, betreute und barrierefreie Wohnformen stehen hier im Fokus. Sozial verträgliche Wasser- und Abwassergebühren sowie Anschlussgebühren wollen wir sichern. Für bezahlbare Elternbeiträge für Kita, Hort und Schulessen, sowie den unkomplizierten und gleichen Zugang zu diesen Einrichtungen sowie umfassendere Möglichkeiten für den Sozialpass der Stadt setzen wir uns ein. Wir widersprechen der Ansiedlung weiterer Großmärkte und stehen für den Erhalt der traditionellen Einkaufslandschaft in der Altstadt.

Für eine moderne, freundliche, attraktive Region Grimma im Einklang mit der Umwelt

Auch im Jahr nach der neuerlichen Flut sind die Folgen noch vielerorts zu sehen. Wir wollen daher ausreichende und unbürokratische Hilfen für die von den Katastrophen betroffenen Mieter, Hausbesitzer und Gewerbetreibenden organisieren. Für eine attraktive und saubere Stadt muss die Stadt ihrer Kontrollverantwortung nachkommen. Wir wollen Kleingartenvereine bei der Umwandlung von verlassenen Gärten in vorzeigbare Grünflächen unterstützen und setzen uns für den Erhalt der Wälder und der Muldenauen sowie den Stopp weiterer Flächenversiegelungen ein.

Für anspruchsvolle Angebote bei Versorgung, Gesundheit, Bildung, Jugend,Sport und Kultur

DIE LINKE will Kitas, Schulstandorte und Jugendeinrichtungen in Grimma so entwickeln, dass für Kinder und Jugendliche eine größtmögliche Chancengleichheit erreicht wird. Unsere Ziele sind ein bedarfsgerechtes Angebot an Kita-Plätzen und ausreichend Spielplätze, die Erhaltung der Schulstandorte in Grimma und den Ortsteilen. Wir wollen ehrenamtliches Engagement als unverzichtbaren Bestandteil für die Lebensqualität vor Ort würdigen. Vielfältigkeit der Sportangebote in der Region wollen wir ausbauen und ausreichendes, qualifiziertes Fachpersonal in der Jugendarbeit bereitstellen. Die Nahversorgung muss auch in den kleinen Ortsteilen gesichert sein. Wir setzen uns dafür ein, dass Bürger- und Familientreffpunkte, Mehrgenerationenhäuser und Begegnungsstätten gefördert werden. Im Bereich Brand- und Katastrophenschutz steht für uns die angemessene Ausrüstung der Feuerwehren an erster Stelle. Das Netz der Freiwilligen und Jugendfeuerwehren ist aufrecht zu erhalten.

Für attraktive Angebote im Tourismus- und Freizeitbereich

Die Sehenswürdigkeiten in und um Grimma sind mannigfaltig und erstaunlich. Sie umfassen sowohl die steingewordene Geschichte als auch die herrliche Natur an beiden Ufern der Mulde. Dieses große touristische Potenzial der Region gilt es noch stärker zu erschließen. Wir wollen mehr Menschen für eine ehrenamtliche Tätigkeit im Bereich Tourismus gewinnen. Unkonventionelle Werbung für die Historie und die Sehenswürdigkeiten in der Region wollen wir fördern. Grimma ist eine gastfreundliche Region: Wir werden den Ausbau eines sicheren Radwegenetzes vorantreiben, uns für den Erhalt und die Pflege barrierefreier und gut ausgeschilderter Wanderwege einsetzen und die bauliche Erhaltung der Bäder gewährleisten.

Unsere Kandidierenden für die Stadtratswahlen in Grimma
Nr. Name Beruf Geburtsjahr
1 Dr. Sabine Krahnert Diplom-Biologin 1952
2 Jörg Diecke Museologe und Bisonzüchter 1955
3 Martina Keller Lehrerin 1956
4 Wolfgang Bludau Elektromechaniker 1942
5 Peggy Pfuhl Diplom-Sozial-Pädagogin 1977
6 Peter Müller Diplom-Ingenieur (FH) 1942
7 Angelika Richter Diplom-Ökonomin 1954
8 Matthias Wolf Diplom-Historiker 1962
9 Kerstin Köditz Mitglied des Sächsischen Landtages 1967
10 Volkmar Wölk wissenschaftlicher Assistent 1952
11 Evelyn Tief Grundschullehrerin 1964
12 Mario Naumann Diplom-Kommunikationswirt 1962